Was ist wenn die Welt sich doch noch weiterdreht - Wenn sich der letzte Wille noch aufbegehrt?
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Also des is jetzt alles, was mein krankes Hirn so ab un an ausspeit...

Oft is es net alles so gemeint, wie es auf den ersten Blick erscheint.

 Trennungsgeschichte I

Das Wasser umschwillt sanft meinen Körper. Gleichmäßig, und konzentriert bewege ich mich über die Bahnen. Es ist alles blau und durchsichtig um mich, da ich den Kopf die ganze Zeit über unter Wasser halte sehe ich nur verschwommen, die Markierungen die die Breite einer Bahn kennzeichnen und die schneeweißen Kacheln am tiefen Grund des Beckens.

Sollte ich vielleicht einmal wieder auftauchen, denke ich. Es ist immer anstrengend die Spannung aufzubauen, doch ich liebe das Gefühl durch das kühle Nass zu strömen, zu spüren wie das Wasser meinem Körper Platz macht und an ihm vorübergeht.

Ich liebe die Anstrengung für das was ich tue.

Ein Gong bringt mich aus der Fassung, ich vergesse die Luft anzuhalten und schlucke sehr viel von dem chlorigen, bitterem Wasser. Es ist vorbei. Ich muss auftauchen. Tief einatmend gleite ich durch die Haut des kalten Elements. Die Luft ist schwer in meinen zusammengezogenen Lungen. Es drückt mir in der Brust. Das Atmen fällt schwer.

Ein weiterer Gong macht die Sache nicht einfacher: „Liebe Badegäste, wir bitten sie nun unser Haus in den nächsten Minuten zu verlassen. Wir schließen in einer halben Stunde. Vielen Dank für ihr Verständnis.“

Der überschüssige Sauerstoff vernebelt meine Sinne. Und doch sehe ich wieder klar. Langsam lasse ich mich an wasserball spielenden Kindern, einer Gruppe laut kichernder Mädchen, schreienden Müttern vorbei treiben. Unter Wasser habe ich die Hektik nicht bemerkt, doch jetzt schlägt sie mir wie ein Schlag ins Gesicht. Ich wäre gern dort unten geblieben.

Am liebsten würde ich mich noch eine Weile an den Beckenrand setzen. Die Füße ins Wasser baumeln lassen. Einen Moment die feuchte Luft inhalieren. Doch das Schwimmbad schließt bald und die Umkleiden werden voll sein. Es ist Freitag, Hochbetrieb. Außerdem hatte ich noch einen Termin.

Ich musste mich also sehr beeilen. Hastig packte ich mein Schampo und die Schwimmutensilien zusammen.

Allerdings konnte ich das Duschen vergessen, in dem Raum standen zu viele Menschen, die schneller gewesen waren als ich. Seufzend gehe ich weiter. Wenigstens ergattere ich noch eine freie Kabiene. Meine Glieder fühlen sich schwer an. Ich bin in Gedanken noch im Wasser.

Ich stürme aus dem Bad, noch nicht einmal die Haare gefönt. Morgen werde ich sicher eine Erkältung haben.

Auf den Termin konnte ich mich nur schwer konzentrieren, ich war erschöpf. Hatte mich zu sehr ausgepowert.

 

 

Am nächsten Tag musste ich stark husten und es fror mich. Ich ging zum Arzt, der stellte eine Lungenentzündung fest. Ich solle drei Wochen das Bett hüten. Drei Wochen in dennen ich nicht schwimmen werden könnte. Nur daran denken.

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.Da liegt ein Spielzeug. Sicher verwahrt in einem Regal. Das Spielzeug wird geschützt vor Dreck und Staub, durch eine Glasvitriene.

Eine hübsche Porzelanpuppe in schwarzem Gewand, das Gesicht weiß und die Lippen blutrot.

Da ist ein kleiner, verwöhnter Junge.

Er kann so viel Spielzeug haben. Nur der Junge weiß ob in dem Regal noch mehr solcher Puppen stehen.

Doch die Puppe im schwarzen Gewand hat er nicht mehr nehmen wollen. Jetzt aber nimmt er sie nochmals hervor, zerustreut nochmals das braune Haar, zupft zurecht das Kleid.

Betrachtet man die Puppe jetzt, so fehlt ihr ein Auge, die Farbe am Mund blättert langsam ab und die weiße Haut bekommt Flecken.

Doch weiß der kleine Junge nicht

dass in dder Puppe schlägt ein Herz

und hat er noch so viel Nachsicht

war dieses Spiel mein größter Schmerz.

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Der Traum (Trennungsgeschichte II)

Gerade hatte ich einen Traum.

Ich lief durch einen dunklen Wald. Vor mir ein nie endender Weg und die dichten Bäume - es waren Laubbäume - warfen Schatten auf die kleinen weißen Steine, die im fahlen Mondlicht aussahen wie zermahlene Knochen.

Knochen, die mal zum Körper meiner jüngsten Vergangenheit gehört hatten.

Diese jedoch hatte sich geteilt, in Seele und Körper. In den Augenwinkeln flogen schwarze Schatten.

Und weil es so dunkel war, sah ich die Grube nicht und ich fiel in sie hinein.

Scharfe, kantige Steine schlitzten mir die Bauchdecke auf und stachen in die Augenhöhlen. Ich war tot. Die Grube tief.

Nun wachte ich schweißgebadet auf und fand mich in einer tiefen schwarzen Grube wieder. Ich lebe.

Mit letzter Kraft hangle ich mich an den kantigen Steinen nach oben. Immer dem fahlen Mondlicht nach.

Mein einziger Gedanke: Ich lebe.

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Die Geschichte meiner Stadt (der Verfall einer Freundschaft)

 

Sie beginnt als ich noch sehen konnte, was wahr ist und was Fiktion meines Gehirns ist.

 

 

Stadt, so prächtig wie unverträumt.

Stadt des Himmels, Stadt des Segens.

Hass und Gier hat sie versäumt.

Aufgebaut aus Erde und Wogen des Regens.

 

 

Hoffnung und Glaube die Erbauer,

Sie wissen was das ist, was Freundschaft ist.

Überbauten Hand in Hand des Glaubens Trauer

Und verjagten sie mit einer List.

 

 

Am Tag als sie vollendet ward

Empfieng die Dunkelheit den Entlass,

wurde tief in der Seele drin verschard

Und es schien die hellste Sonne, - auf sie ist jetzt Verlass!

 

 

Hoffnung und Glaube zeigtem jedem der wollte,

Was die vollendete Liebe erstellt

Und jeder; so sagen sie – sollte

Streben nach dem was Gott uns stellt.

 

 

Zwei Jahre und zwei Nächte;

Liebe, Eintracht, Zuversicht.

Nun war es zu Ende.

Der Hass nahm Hoffnung die Sicht.

 

 

Fortsetzung folgte, als ich lernte zu sehen...

 

 

Es begannen schwere Zeiten,

Die Hoffnung sichte dem Tod entgegen

Und der Glaube, er wollte es nicht sehen,

Spürt den Teufel nicht zugegen

 

 

Vor nicht gar so langen Wochen,

Sie, die Hoffnung ging und ließ zurück

Einen zweifelnden Glauben – kommt gekrochen

Und bittet Gott um das Glück.

 

 

Denn diese Stadt sie war mein Glück

Und ich dachte alles würde besser sein

Wenn Gott bekämpft den Pein.

Wollte doch nur die Hoffnung zurück!

 

 

Doch er sannte mir Hülle als Ersatz

Ein Wesen, dass die Hoffnung weiterlebt.

Schmerzliche Einsicht: Ich hab ihn verloren – den Schatz.

Dies Geschöpf kann nicht das was sie hat gestrebt.

 

 

Über das Leben mit dem Menschen, der doch nur ein schwacher Ersatz ist...

 

Die Hoffnung – sie ist tot

Gott, ich verstehe

Doch warum verharrt sie als Ersatz fort

Ich sehe, doch ich sehe...

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Der Tod ist wie die große Liebe

er kommt nur einmal und bleibt dann für die Ewigkeit.

Der Mensch muss den Hass auffressen,

sonst frisst der Hass den Menschen auf.

 

 




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